Medienmitteilungen
11.11.2025

Stopp mit der Linken Bevormundung – Offener Brief an die Universitätsleitung betreffend Veganer Mensen an der Universität Basel

Basel 10. November 2025

Medienmitteilung

Stopp mit der Linken Bevormundung – Offener Brief

an die Universitätsleitung betreffend Veganer

Mensen an der Universität Basel

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Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Dr., h.c. mult. Schenker-Wicki,

Sehr geehrte Kommissionsmitglieder der Verpflegungskomission

Mit grossem Erstaunen nehmen wir, die Jungfreisinnigen Basel-Stadt, die Bestrebungen zur

Einführung einer rein veganen Mensa an der Universität Basel zur Kenntnis – initiiert durch

die aus dem Ausland stammende Kampagne «Animal Rebellion» aus dem Vereinigten

Königreich. Die Universität Basel steht für Offenheit, wissenschaftliche Neugier und Vielfalt –

Werte, die durch eine vollständige Einschränkung des kulinarischen Angebots ernsthaft

gefährdet würden.

Eine Institution, die Vielfalt lehrt, sollte diese auch leben. Eine ausschliesslich vegane Mensa

würde die Wahlfreiheit der Studierenden und Mitarbeitenden erheblich einschränken und

eine bestimmte Ernährungsweise zur moralischen Norm erheben. Dies widerspricht dem

Grundgedanken einer freien Universität, an der unterschiedliche Überzeugungen und

Lebensstile gleichberechtigt Platz haben.

Darüber hinaus wirft eine vollständige Umstellung auf pflanzliche Kost praktische,

gesundheitliche und soziale Fragen auf. Vegane Ersatzprodukte sind häufig teurer, was zu

höheren Mensapreisen führen und insbesondere sozial schwächere Studierende zusätzlich

belasten würde. Angesichts der geplanten Sparmassnahmen des Bundes wäre dies eine

weitere Erschwernis für die Studierenden. Auch medizinische oder kulturell bedingte

Ernährungsbedürfnisse könnten kaum mehr angemessen berücksichtigt werden. Vielfalt

bedeutet, verschiedene Lebensrealitäten einzuschliessen – nicht, sie zu vereinheitlichen.

Wir unterstützen ausdrücklich das Ziel, den ökologischen Fussabdruck der Universität zu

reduzieren. Nachhaltigkeit darf jedoch nicht zur Symbolpolitik verkommen. Effektiver

Klimaschutz entsteht durch regionale Beschaffung, saisonale Produkte, den Abbau von Food

Waste und bewussten Konsum – unabhängig davon, ob ein Gericht pflanzlich oder tierisch

ist. Die Universität Basel sollte ein Vorbild sein für freien Diskurs, kritisches Denken und

respektvolle Entscheidungsprozesse. Eine dogmatische Festlegung auf eine einzige

Ernährungsform wäre das Gegenteil davon.

Wir appellieren daher an die Universitätsleitung, die Vielfalt und Eigenverantwortung der

Studierenden zu wahren. Der Entscheid der Urabstimmung sollte nicht vorschnell

übernommen, sondern unter Einbezug aller Lebensrealitäten sorgfältig geprüft werden. Eine

zukunftsgerichtete Mensa ist eine, die allen offensteht – nicht nur einer einzelnen

Weltanschauung, die sich als moralisch überlegen versteht.

Die liberalste Partei in Basel.Jungfreisinnige Basel-Stadt info@jfbs.ch

4000 Basel www.jfbs.ch

Mit freundlichen Grüssen

Jungfreisinnige Basel-Stadt

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Kontaktpersonen:

Alexandra Leake, Präsidentin Jungfreisinnige Basel-Stadt,

079 953 19 06, alexandra.leake@jfbs.ch