Die Jungfreisinnigen Basel-Stadt fordern eine signifikante Reduktion des CO2-Ausstosses. Dazu sollen alternative und umweltschonende Energieformen gefördert werden. Zudem sollen steuerliche Anreize für das Energiesparen ausgebaut werden.

Mix von Energieträgern
Erstrebenswert ist eine Energiepolitik, die uns eine sichere Energieversorgung gewährleistet, möglichst umweltschonend ist und mit nicht regenerierbaren Ressourcen sparsam umgeht. Die bis heute verwendeten Energiequellen (Atomkraft, Erdgas, Erdöl und Kohle) erfüllen diese Anforderungen nicht. So sind weder fossile Brennstoffe noch radioaktive Abfälle der Kernenergie umweltschonend. In dem Masse, in dem wir unseren Energieverbrauch reduzieren, können wir auf die eben erwähnten Energieträger verzichten. Um die hohe Versorgungssicherheit aufrechtzuerhalten, ist ein Mix von Energieträgern notwendig.

Steuerliche Anreize für das Energiesparen
Folgende Massnahmen stehen für uns im Vordergrund: Die breite Aufklärung der Bevölkerung in Sachen Energiesparen (mehr Eigenverantwortung, weniger dirigistischen Massnahmen), steuerliche Anreize zum Energiesparen (zum Beispiel für die Wärmedämmung von Gebäuden, durch Lenkungsabgaben oder für Wärmerückkoppelungsanlagen), der Übergang von der zentralen zur dezentralen Energiegewinnung und die Förderung neuer Energieformen wie Solar- und Windenergie, Biomasse (zum Beispiel Biogas), Erdwärme und Kernfusion (Kernreaktion, bei der durch Verschmelzung zweier leichter Atomkerne ein schwerer entsteht, dessen Masse etwas kleiner als die Summen der Einzelmassen ist. Die Differenz wird in Form von Energie frei.) Letzteres hat unter strengen sicherheitstechnischen und umweltverträglichen Auflagen zu erfolgen.

Prinzip Freiwilligkeit soweit wie möglich
Wir anerkennen, dass es Grenzen der Umweltbelastung gibt, die nicht überschritten werden dürfen. Wir setzen uns für eine Umweltpolitik ein, die soviel wie möglich auf das Prinzip der Freiwilligkeit setzt. Dies bedeutet, dass die Bevölkerung ohne staatlichen Zwang für Umweltfragen sensibilisiert wird. Umgesetzt werden kann dies mit einem obligatorischen Ökologieunterricht an den Schulen oder mit besseren Informationen an die Bevölkerung.

Rasche Umsetzung der CO2-Abgabe
Für eine gesunde Umwelt sind auch in Zukunft staatliche Eingriffe in den Marktprozess notwendig. Soweit es sinnvoll, technisch machbar und finanzierbar ist, müssen marktwirtschaftliche Lösungen (Lenkungsabgaben und das Verursacherprinzip) mit dem Ziel ausgebaut werden, Kosten und Nutzen des Umweltschutzes in den Preismechanismus der Wirtschaft zu integrieren. Deshalb ist eine rasche Umsetzung der CO2-Abgabe notwendig.

Koordination internationaler Umweltschutzbestrebungen
Auf internationaler Ebene sind vermehrt Abkommen anzustreben, welche die Umweltschutzbestrebungen der einzelnen Staaten koordinieren, und einheitliche Grenzwerte nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen für die Belastungen von Luft, Wasser und Boden vorsehen. Es ist von höchster Wichtigkeit, dass die einzelnen Staaten ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen zugunsten der Umwelt zurückstecken, falls diese nicht vereinbar sind. Dabei müssen die grossen Industrienationen mit gutem Beispiel vorangehen.