Die Jungfreisinnigen Basel-Stadt fordern die vermehrte Unterstützung von Jugendlichen in ihrem Kulturschaffen. Demgegenüber soll die staatliche Beihilfe der bewährten Kulturszene eingeschränkt werden. Das Basler Kulturangebot soll aktiv vermarktet werden.

Kultur als weiter Begriff
Wir gehen von einem weiten Kulturbegriff aus. Wir anerkennen die vielfältigen kulturellen Ausdrucksformen und befürworten die kontinuierliche Weiterentwicklung derselben.

Keine staatlich verordnete Kultur
Staatlich verordnete Kultur lehnen wir ab. Der Staat soll nur die Rahmenbedingungen setzen und dort finanzielle Unterstützung leisten, wo private Kulturförderung nicht ausreicht. Weiter muss der Staat die Kultur der gesamten Bevölkerung, vor allem der Jugend, zugänglich machen. Eine elitäre, rückwärtsgewandte oder immobile Kulturszene wird so vermieden. Staatliche Eingriffe müssen der Vielfalt der Kultur Rechnung tragen. Die Auswahl von förderungswürdigen Projekten ist Experten zu überlassen.

Förderung von jungen Kulturschaffenden
Wir verlangen, dass hauptsächlich Kultur von jungen Menschen staatlich gefördert wird. Junge Kulturproduzenten und Kulturschaffende verfügen meist noch nicht über die finanziellen Mittel, das notwendige Netzwerk und die nötige Akzeptanz. Die Jugend muss mehr Möglichkeiten haben, ihre Kultur zu produzieren und aktiv auszuüben. Sie braucht Plattformen, um ihre Arbeiten zu präsentieren. Dafür setzen wir uns ein.

Freiheit für staatliche Museen
Wir verlangen weitgehende Freiheit für staatliche Museen. Museumsgeschäfte und öffentliche Restaurants steigern die Eigenfinanzierung und die Motivation des Personals.

Sport als Kulturform
Wir akzeptieren auch Sport als Ausdrucksform der Kultur. Die Jugend muss vermehrt zum Sport animiert und in sportlichen Aktivitäten unterstützt werden. Basel als Sportstadt muss sich stets bemühen, Sportereignisse in die Stadt zu holen und nicht durch eine Verhinderungspolitik Sportanlässe fernzuhalten.

Erhalt des Basler Kulturangebots
Wir stehen hinter dem breiten Kulturangebot der Stadt Basel. Dieses gilt es zu erhalten, zu pflegen und wo nötig zu erneuern. Als Pfeiler der Standortattraktivität und als Zugpferd des Fremdenverkehrs muss das Kulturangebot entsprechend vermarktet werden.