


Die Jungfreisinnigen Basel-Stadt fordern die Legalisierung von Cannabis. Heroin soll unter ärztlicher Kontrolle abgegeben werden. Zugleich sollen Bund und Kantone ihre Präventionstätigkeit koordinieren und intensivieren.
Frühzeitige Aufklärung über Gefahren
Die Abhängigkeit von Suchtmitteln ist ein gewichtiges Problem, gerade bei Jugendlichen. Wichtiger als Verbote und polizeiliche Repression ist eine frühe Aufklärung vor den Gefahren von Konsum und Abhängigkeit der Suchtmittel.
Legalisierung von Cannabis
Die Akzeptanz von Alkohol ist zwar historisch bedingt, rechtfertigt jedoch nicht dessen juristische Bevorzugung gegenüber Cannabisprodukten. Wir streben die Legalisierung von Cannabis an. Der Erwerb, Besitz und Konsum von Cannabisprodukten ist zu entkriminalisieren. Der Verkauf dieser Suchtmittel muss wie das Alkoholpatent der Kontrolle des Bundes unterstellt werden. Dadurch werden die Kontrollmöglichkeiten der Abgabe an Jugendliche verbessert und die Zahl der Cannabis-Konsumenten gesenkt.
Ärztlich kontrollierte Heroinabgabe
Wir unterstützen ärztlich kontrollierte Heroinabgaben an registrierte Süchtige und Substitutionsprogramme, zum Beispiel mit Methadon. Die Ziele solcher Programme sind der Ausstieg aus der Sucht, die Wiedereingliederung in die Gesellschaft und die Senkung der Beschaffungskriminalität.
Breite und koordinierte Prävention
Der Missbrauch von Drogen und die Nachfrage nach Drogen sind möglichst gering zu halten. Dies erfolgt am wirksamsten durch eine breite Prävention. Dabei haben die Eltern und die Erzieher als Vorbilder eine wichtige Funktion. Weiter unterstützen wir Massnahmen wie regionale Suchtpräventionsstellen, in Drogenfragen geschultes Lehrpersonal und Beratungsstellen für Eltern. Die Aufklärung an den Schulen muss einheitlich sein.