

Die Jungfreisinnigen Basel-Stadt sind glühende Verfechter eines revolutionären Transportsystems, welches aus der Schweiz eine virtuelle Grossstadt machen könnte. Um laufend gut informiert zu sein, sind die JFBS erste Basler Aktionäre der Swissmetro geworden. Wir haben der Basler Regierung einen Offenen Brief zum Thema Swissmetro zukommen lassen und eine Pressekonferenz mit dem Medienverantwortlichen der Swissmetro organisiert.
In den folgenden Abschnitten kannst du dich mittels Text und Bild über das Projekt Swissmetro informieren.

Die Idee könnte von Jules Verne stammen: Künftig sollen die grossen Schweizer Städte durch eine ausschliesslich unterirdisch verkehrende Magnetschwebebahn verbunden werden, und dies bei Reisegeschwindigkeiten von 450 Kilometernpro Stunde und mehr. Die sogenannte Swissmetro ist aber keineswegsein Hirngespinst von Phantasten, das Konzept stammt vielmehr von angesehenen Professoren der Eidgenössisch-Technischen Hochschulen. Es basiert auf vier verschiedenen (und machbaren) Technologien: Einem Tunnel mit kleinem Durchmesser, einem Teilvakuum in diesem Tunnel, einem Antrieb mittels Linearmotoren sowie einem magnetischen Tragsystem. Die hohen Tempi werden durch das Minimieren von Rollreibung und Luftwiderstand erzielt; Tunnels mit kleinem Durchmesser und ein fast wartungsfreier Antrieb begünstigen die Wirtschaftlichkeit. Wie einst bei der Autobahn, sind zwei Transversalen (Ost-West und Nord-Süd) durch die Schweiz geplant. Die Reisezeit zwischen den einzelnen Städten betrüge jeweils nur zwölf Minuten, die Zwischenhalte gar nur drei; die Strecke Basel - Zürich - Bellinzona wäre also in weniger als einer halben Stunde zurückgelegt, Basel - Genf in weniger als einer Stunde.
Bei einem Ausbau der herkömmlichen Verkehrsmittel entstehen grosse Probleme durch Landschaftsverschandelung und Lärmimmissionen. Ausserdem machen jahrelange Verzögerungen durch eine Flut von Einsprachen die Ausbaupläne fast unrealisierbar. All diese Probleme hätte die Swissmetro nicht, denn sie unterfährt Berge und Täler unmerklich durch Niemandsland. Die Sicherheit der Passagiere ist gewährleistet: Bei einem Stromausfall senkt sich der Zug auf Räder ab und wird automatisch sanft gebremst, bei einem Druckabfall sind es Sauerstoffmasken (von Flugzeugen bekannt), die zur Überbrückung dienen. Evakuiert wird durch Paralleltunnel oder Servicestollen. Zusammenstösse sind dank richtungsgetrennten Röhren ausgeschlossen.
Für Basel hätte die Swissmetro grosse Vorteile. So könnten die Flughäfen von Basel und Zürich sinnvoll verknüpft werden, in Zürich Beschäftigte könnten ihren Wohnsitz (und somit ihr Steuerdomizil) in Basel belassen, und Basels Funktion als Verkehrsknotenpunkt und Tor zur Schweiz würde gestärkt, wenn hier ICE, SBB, Swissmetro und Flugverkehr aufeinander träfen. Mangelnde Hotelkapazitäten bei Messengehörten der Vergangenheit an, und Basel könnte auch für Tagestouristen interessanter werden. Die Swissmetro hätte aber auch positive Auswirkungen auf den gesamten Standort Schweiz. Das Aneinanderwachsen der verschiedenen Regionen, die leichtere Erreichbarkeit von Randgebieten, die Eliminierung von Zeitverlusten und nicht zuletzt der Imagegewinn durch das weltweit modernste Transportsystem wären sehr wünschbare, dynamisierende externe Effekte. Die technische Machbarkeit liegt in Reichweite, die Vorteile des Vorhabens liegen auf der Hand. Nun muss es auf politischer und gesellschaftlicher Ebene diskutiert werden. Wünscht die Schweiz ein Hochgeschwindigkeits-Personentransportsystem? Oder begnügt sie sich weiterhin mit dem Restaurieren von Raddampfer und Rigibahn? Diese Transportsysteme sind Spitzenleistungen vergangener Zeiten, Zeugen des Selbstvertrauens und des Mutes - Eigenschaften, derer wir auch heute dringend wieder bedürfen.
Und schliesslich blieben ja auch die Träume eines Jules Verne nicht alle unerfüllt; zum und um den Mond reisen Astronauten schon lange, und für eine Weltumrundung benötigen wir heute auch keine 80 Tage mehr!
Weitere Informationen: www.swissmetro.ch