03.08.08
Kulturpolitik
Jungfreisinnige stehen hinter dem Kulturfloss und der Floss-Bar
Die Jungfreisinnigen Basel-Stadt (JFBS) sind enttäuscht von den Beschwerdeführern gegen die Floss-Bar des Kulturflosses. Diese äussern ihren Unmut gegen die Euro 2008 in Form einer Beschwerde gegen eine äusserst beliebte Veranstaltung. Die JFBS fordern von den Beschwerdeführern, den „Lärm-Kompromiss“ zu akzeptieren und die Einsprache zurückzuziehen. An das Baudepartement appellieren sie die Beschwerde abzuweisen.
Die Euro 2008 hat die Nerven der Bewohner unseres Kantons hart auf die Probe gestellt. Nicht nur von den Anwohnern des Oberen Rheinwegs, sondern von allen Einwohnern unserer Region wurde aufgrund dieses ausserordentlichen Anlasses ein hohes Mass an Toleranz gegenüber Lärm, Abfall und Verkehrschaos verlangt. Dass das Anwohner-Ehepaar aufgrund dieser einmaligen Veranstaltung (einen anderen Schluss lässt der Zeitpunkt der Einsprache nicht zu) nun Beschwerde gegen die Floss-Bar – eine jährliche, sehr gut besuchte und äusserst beliebte Veranstaltung – führt, erstaunt und enttäuscht die JFBS.
Das Bundesgericht stellte vor vier Jahren klar, dass die Anwohner einer solch privilegierten Lage „gewisse Lärmbelästigungen in Kauf nehmen“ müssen. Um auch den Interessen der Anwohnerschaft die ihnen gebührende Rücksicht zu gewähren, wurde zwei Jahre später der „Boulevardplan Innenstadt“ erlassen. Dieser stellt einen Kompromiss zwischen dem Bedürfnis nach Ruhe und dem Interesse an einer lebendigen Stadt dar. Wie die Aussagen diverser Anwohner zeigen, geniesst dieser „Lärm-Kompromiss“ weitgehende Akzeptanz. Er sorgt für Gleichbehandlung und Rechtssicherheit.
Die Jungfreisinnigen Basel-Stadt fordern die Beschwerdeführer auf, den „Boulevardplan Innenstadt“ als Leitlinie für das nächtliche Leben in der Innenstadt zu akzeptieren und ihre Einsprache zurückzuziehen. Sollten sie dies nicht tun, muss das Baudepartement die Beschwerde unbedingt abweisen. Nur so wird verhindert, dass Basel einen weiteren Ort des gesellschaftlichen Zusammenseins verliert.