19.03.10
Kulturpolitik
Jungfreisinnige kritisieren „Killerspiel“-Verbot des Parlaments und unterstützen Petition für eine selbstbestimmte Jugendkultur
Der gestrige Entscheid des Ständerates für ein Verbot von sogenannten „Killergames“ ist für die Jungen enttäuschend, zeigt aber einmal mehr das fehlende Verständnis für junge Anliegen. Die geschlossene Ablehnung aller Jungparteien von links bis rechts wurde übergangen und die entstehende Kriminalisierung eines grossen Teils der Jugendlichen ignoriert. Die Jungfreisinnigen Basel-Stadt (JFBS) unterstützen im Sinne eines Gegenzeichens die Petition für eine selbstbestimmte Jugendkultur (www.pro-jugendkultur.ch).
Trotz grossem Widerstand aus diversen jungen Gruppierungen, Jungparteien und Internetplattformen hat sich der Ständerat gestern enttäuschenderweise entschieden, dem Nationalrat zu folgen und die Motion der Sozialdemokratin Evi Allemann an den Bundesrat zu überweisen.
Einmal mehr handelt das Parlament einseitig gegen das Interesse der Jungen und kriminalisiert einen grossen Teil der Jugendlichen.
Die Jungfreisinnigen Basel-Stadt wollen nicht einfach hinnehmen, dass ein breit verankertes Hobby zahlreicher Jugendlicher mit moralinsauren Argumenten verboten wird. Sie unterstützen das Bündnis für eine selbstbestimmte Jugendkultur (www.pro-jugendkultur.ch), welches Unterschriften für eine Petition sammelt.
Luca Urgese, Präsident der Jungfreisinnigen Basel-Stadt, hält fest: „Die Jungen sollen selber über ihre Freizeitaktivitäten entscheiden, solange sie sich im Rahmen des Gesetzes befinden. Voreilige Verbote ohne Wirkung und ohne sachliche Grundlage sind abzulehnen.“