16.01.12
JFBS
Jungfreisinnige verurteilen haltlose Kritik am Jungen Rat
Die Jungfreisinnigen Basel-Stadt (JFBS) verurteilen die unsachliche Kritik von Juso-Präsidentin Sarah Wyss in der gestrigen Ausgabe der Zeitung „Der Sonntag“ in aller Schärfe. Der Junge Rat hat sich in den vergangenen Jahren von einer von linken Jungpolitikern instrumentalisierten Kommission zu einem selbstbewussten und ausgewogenen Gremium entwickelt, welches sich nicht für politische Zwecke missbrauchen lässt. Die Jungfreisinnigen ermuntern den Jungen Rat, sich von dieser unqualifizierten Kritik nicht beeindrucken zu lassen und sich weiterhin neutral „für alle, statt für wenige“ Junge dieses Kantons zu engagieren.
In einem gestern erschienenen Artikel des „Der Sonntag“ greift Juso-Präsidentin Sarah Wyss den Jungen Rat mit der Aussage „Der Junge Rat bringt nichts und dient höchstens der Profilierung Einzelner“ frontal an. Die Jungfreisinnigen Basel-Stadt nehmen diese Kritik mit einigem Erstaunen und auch mit Verärgerung zur Kenntnis. In früheren Jahren wurde der Junge Rat von linken Jungpolitikern missbraucht und zur Finanzierung von linken Volksinitiativen wie die Lehrstelleninitiative und die Initiative für das Stimmrechtsalter 16 instrumentalisiert. Der Dialog mit den bürgerlichen Jungparteien wurde damals nicht gesucht, sondern diese Anliegen eigenmächtig zum „Interesse der Jungen“ erkoren.
Seit zwei Jahren konzentriert sich der Junge Rat auf seine Aufgabe. Gemäss Richtlinien des Kantons sind dies, die Interessen der Jugendlichen gegenüber dem Kanton zu vertreten und junge Leute für Politik zu sensibilisieren. Hingegen ist es nicht Aufgabe des Jungen Rates, selber Politik zu machen, wie dies die Äusserungen der Juso-Präsidentin suggerieren.
Der Junge Rat hat sich gerade im vergangenen Jahr darum verdient gemacht, die Jungen im Rahmen der Nationalratswahlen mit einer an alle Abschlussklassen verteilten Informationsbroschüre und einem Informationsstand am Jugendkulturfestival sachlich und neutral über Politik zu informieren. Für das nächste Jahr ist nun, wie der Junge Rat Anfang dieses Jahres allen Jungparteien mitgeteilt hat, die Einführung eines Jugendparlamentes geplant. Leider hatte der Junge Rat im letzten Jahr Probleme, genügend Mitglieder zu rekrutieren, um noch vermehrt diese wichtige Aufgabe wahrzunehmen.
Hätte die Juso-Präsidentin sich über die Tätigkeiten des Jungen Rates informiert, hätte sie sich ihre Tirade getrost ersparen können. Hierbei zudem von der „Profilierung Einzelner“ zu sprechen, ist nicht nur verfehlt, sondern zeugt von ihrer fehlenden Wertschätzung gegenüber den jungen Kommissionsmitgliedern, welche sich in ihrer Freizeit für andere Junge engagieren.
Vor diesem Hintergrund entbehrt die unsachliche Kritik der Juso-Präsidentin jeglicher Grundlage. Die Juso hat es verpasst, in den vergangenen Jahren ihre Vertreter in diese Kommission zu entsenden und an dieser Arbeit mitzuwirken. Dass der Junge Rat sein ihm zustehendes Budget von CHF 20‘000 nicht vollständig ausgeschöpft hat ist löblich und zeugt vom hohen finanziellen Verantwortungsbewusstsein der Kommissionsmitglieder. Ein Budget muss nicht nur aus Prinzip vollständig ausgeschöpft werden, wenn das Geld nicht benötigt wird. Dass die Juso dies anders sieht, überrascht freilich nicht.