26.03.10
Bildungspolitik
Lehrplan 21: Jungfreisinnige fordern klares Bekenntnis zur Staatskunde!
Die jungfreisinnigen schweiz setzen sich dafür ein, dass Staatskunde als verbindliches Element in den Lehrplan aufgenommen wird. Angesichts der politischen Verantwortung, die bei uns jeder Bürger übernimmt, ist dies von äusserster Wichtigkeit. In den Grundlagen zum Lehrplan 21 ist die Staatskunde zwar erwähnt, darf bei der weiteren Ausarbeitung der kantonalen Lehrpläne aber keinesfalls eine Klammerbemerkung bleiben!
Kürzlich wurden die Grundlagen für die Ausarbeitung des Lehrplans 21 bekannt gegeben. Die Staatskunde ist mit einem Wort genannt: In einer Klammer ist erwähnt, dass in der Fachgruppe „Räume, Zeiten, Gesellschaften“ die Staatskunde zu berücksichtigen sei.
Einerseits ist positiv, dass dieses zentrale Thema nicht vergessen, sondern innerhalb dieser Fachgruppe dem Bereich „Geschichte“ zugeordnet wird. Für die jungfreisinnigen ist es von äusserster Wichtigkeit, dass Staatskunde integraler Bestandteil der Ausbildung von allen ist. In unserem politischen System übernimmt jeder Verantwortung und hat die Möglichkeit, politisch mitzuwirken. Nur mit dem Wissen, was die politischen Rechte und Pflichten sind und wie unser politisches System funktioniert, können diese Möglichkeiten wahrgenommen werden.
Aktuell wird die Staatskunde eher nach dem Lustprinzip vermittelt. Wenn es die Zeit erlaubt, werden einige Stunden dem politischen System gewidmet. Angesichts der Wahlbeteiligung, vor allem jüngerer Personen, ist dies viel zu wenig. Die jungfreisinnigen fordern deshalb die kantonalen Bildungsdirektoren auf, dass bei der Ausarbeitung der Lehrpläne die Staatskunde verbindlicher Teil des Fachs Geschichte wird.
Es muss sichergestellt sein, dass mit jedem Ausbildungsgang das nötige Wissen vermittelt wird. Unabhängig davon, ob jemand eine Berufslehre in Angriff nimmt oder ein Gymnasium besucht: Nach der Ausbildung müssen alle fähig sein, abzustimmen oder sich politisch zu engagieren. Jedem muss bewusst sein, wie unser politisches System funktioniert.
Dies entspricht auch einem Bedürfnis in der Bevölkerung: Das Zustandekommen der Staatskundeinitiative der jungfreisinnigen Aargau etwa zeigt, dass ein klares Bekenntnis zu diesem Fach gewünscht wird.
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Grundlagenbericht zum Nachlesen: