07.07.06
Wirtschaftspolitik
Unternehmenssteuerreform: Auch in Basel-Stadt!
Die Jungfreisinnigen Basel-Stadt (JFBS) fordern, dass sich der Kanton Basel-Stadt dem Steuerwettbewerb stellt und für Unternehmen steuerlich attraktiver wird. Wegen der geplanten Unternehmenssteuerreform im Kanton Basel-Landschaft wird in Basel-Stadt die Steuerbelastung für viele Unternehmen bald im Vergleich noch höher sein als in Basel-Landschaft.
Die Jungfreisinnigen setzen sich für einen starken Wirtschaftsstandort Basel ein. Basel-Stadt bietet als Standort für Unternehmen viele Vorteile. Doch nun muss Basel-Stadt endlich auch steuerlich attraktiver werden.
Konkreter Anlass für diese Forderung zum jetzigen Zeitpunkt ist die bevorstehende Unternehmenssteuerreform in Baselland. Unser Nachbarkanton plant, unter anderem eine proportionale Ertragssteuer von zwölf Prozent einzuführen und die Kapitalsteuer auf ein Promille zu senken. Weiter sollen neu gegründete und zugezogene Kapitalgesellschaften in den ersten fünf Jahren steuerlich entlastet werden.
Diese Massnahmen begünstigen vor allem junge und ertragsstarke KMU sowie Grossunternehmen, welche viele sichere Arbeitsplätze anbieten und grosse Wertschöpfung generieren. Baselland wird damit steuerlich an Attraktivität gewinnen. Somit werden künftig nicht nur andere Regionen in der Schweiz für eine Vielzahl von Unternehmen steuerlich deutlich attraktiver sein als der Kanton Basel-Stadt, sondern es erwächst zusätzlich noch starke Konkurrenz in unmittelbarer Nachbarschaft!
Die Gefahr ist gross, dass sich dies für Basel-Stadt stark nachteilig auswirken wird. So hat beispielsweise ein in Baselland domiziliertes Unternehmen keine grossen Distanzen in Kauf zu nehmen, um ihre Kundschaft im Stadtkanton zu erreichen. Weiter bewegen die tieferen Steuern für natürliche Personen viele Unternehmer dazu, Baselland und nicht Basel-Stadt als Sitz für ihre Gesellschaft zu wählen.
Deshalb fordern die Jungfreisinnigen, dass Basel-Stadt nachzieht und auch für attraktivere Unternehmenssteuern sorgt.
Die verantwortlichen Verwaltungsstellen und die politischen Behörden sind aufgefordert, sich dem Steuerwettbewerb zu stellen und entsprechende Massnahmen einzuleiten, damit Basel-Stadt steuerlich nicht noch mehr ins Hintertreffen gerät!