13.12.05
Bildungspolitik
Hochdeutsch in Basel?
Die Jungfreisinnigen Basel-Stadt äussern sich kritisch zur Einführung von Hochdeutsch in Primarschulen und Kindergärten.
Mit dieser geplanten „Germanisierung“ der baselstädtischen Schullandschaft wird von den eigentlichen Problemen der Bildungspolitik abgelenkt und Augenwischerei betrieben. Zudem sehen die Jungfreisinnigen durch solche Massnahmen die Dialektevielfalt der Schweiz in Gefahr.
Nach Ansicht des Basler Jungfreisinns sollen die Kinder in unserem Kanton den hier vorherrschenden Basler Dialekt erlernen. Dies soll sowohl in Kindergarten wie auch Primarschule gefördert werden. Die Pisastudie ist dahingehend vom Erziehungsrat falsch ausgelegt worden. Ein vollständig beherrschter Dialekt verhilft nämlich zu einer besseren Integration von ausländischen Kindern und in den darauf folgenden Jahren noch ebenso gut zum "Schriftspracherwerb".
Die Schweiz zeichnet sich durch eine grosse Vielfalt an Dialekten aus. Diese Vielfalt sollte geschützt und nicht durch solche Massnahmen gefährdet werden.
Der Regierungsrat scheint mit dieser Anpassung von den aktuellen Problemen im Bildungssystem des Kantons Basel-Stadt ablenken zu wollen. Die JFBS legen dem Regierungsrat nahe, sich der Hauptprobleme so schnell wie möglich anzunehmen und die Attraktivität des Kantons auch auf dieser Ebene wieder herzustellen.